22 MaiTennismärchen in Tekirova mit dem TC Kölln-Reisiek e.V.

Tennismärchen in Tekirova mit dem TC Kölln-Reisiek e.V.

Claus-Malte Surén

Es war einmal, … so fangen alle Märchen an. Auch beim TC Kölln-Reisiek e.V. Nur mit dem Unterschied, dass unsere Tennisreise in die Türkei im April dieses Jahres eine wahrhafte Story war. Nicht frei erfunden oder zeitlich und örtlich unbestimmt. Nein, wir waren wieder Gast in Tekirova. In der traumhaften Hotelanlage des Güral Imperial. An der sonnigen  türkischen Riviera zu Fuße des Olymps, einem Sohn des Taurus-Gebirge. Wir waren wieder in unserem sportlichen „Zuhause“ in der Türkei. Wir fühlten uns wieder wohl. Die TSTR (Tennisschule Thies Röpcke) hat es für uns möglich gemacht. Wunderbar. Hexen und Zauberern sind wir nicht begegnet, aber guten Freunden und Tennissportlern, die unsere  Begeisterung für die Tennisplatz- und Hotelanlage teilen. Gestartet sind wir mit 17 Personen am Freitag, den 19.April 2013. Unsere Maschine hob um 14:20 Uhr vom Flughafen Hamburg ab. Ein grauer Wolkenhimmel nahm uns auf, verschluckte unsere kleine Maschine der Condor Fluggesellschaft und verschwand mit uns Richtung Süden. Mit an Bord waren wieder einmal unsere froh gelaunte Tennislehrerin Rayna Röpcke, unsere lieb gewonnene Familie Duddeldam vom TSC Barmstedt, unser fleißige Sportwart Wolfgang mit seiner wunderbaren Gaby, unsere lieben Gäste vom TSV Lieth, nämlich Anja und Thomas. Nicht fehlen durften unsere herzlichen Freunde Wolfgang und Heike, unsere sympathischen Silke Pahl und Thomas Bartsch, unsere geliebte Stimmungskanone Gerda und unser in sich ruhender Klaus. Na ja, und fehlen durften natürlich nicht unsere Sportskanone Sabine und der Verfasser dieses Märchens, Claus-Malte.

Wir landeten um 18:50 Uhr in Antalya. Leichter Nieselregen empfing uns im Freien. Etwas abgespannt aber dennoch frohgelaunt erreichten wir schnell unseren Bus. Alles war gut organisiert. Keine Wartezeiten quälten uns. Zügig brachte uns der freundliche Busfahrer über holprige Straßen und im Licht der einsetzenden Dämmerung zu unserer Hotelanlage. Ein tolles wohlschmeckendes Buffet stillte unseren kleinen Hunger. Müde fielen wir in unsere Betten. Wir waren wieder da. In unserem geräumigen Appartement mit dem großzügigem Bad und dem einladenden Komfort.

Der Morgen begrüßte uns mit … nein, keine Sonnenstrahlen. Es regnete. Unaufhaltsam. War das deutsche Wetter mitgereist? Wir schauten uns an. Warum so ein Empfang? Aber es war

nicht kühl. Wir hofften und glaubten an den Sonnenschein. Und er kam. Zunächst zaghaft, aber dann mit seiner ganzen Kraft. Wie schön. Rayna konnte endlich mit uns arbeiten. Und das tat sie wieder einmal gekonnt und in der ihr eigenen freundlichen Manier. In Gruppen eingeteilt oder mit Einzeltraining bedacht, stellte sie uns ihr Trainingsprogramm vor. Beginn war jeweils morgens um 9:00 Uhr. Aber immer in unterschiedlicher Reihenfolge für den Einzelnen.

Rayna arbeitete geschickt unsere Stärken und Schwächen heraus, feilte mit uns an der Technik und ging auf unsere Wünsche und Befindlichkeiten ein. Alle Achtung, liebe Rayna. Du hast wieder dazu gelernt. Auch, wie man älteren Spielern immer wieder neue Hoffnung macht. Ich glaube daran. Bis zum nächsten Punktspiel. Deine Kondition ist beispielhaft und  Deine nette und freundliche Art begleitet von Zweifeln, ob man dich immer richtig verstanden haben könnte, machen dich immer wieder einfach sympathisch. Vom Muskelkater einmal abgesehen. Drei bis vier Stunden Tennis pro Tag sind ja schließlich kein Pappenstil. Auch wenn es für Dich so manches Mal sieben bis neun Stunden wurden.

Unsere Tennistage waren gefüllt mit Sonnenschein, Tennisspielen, Baden im Mittelmeer, Rutschen auf Gummischläuchen, Relaxen am Pool oder im Hammam, Schlemmern in der türkischen Küche und Rumalbern am Abend. Wir befanden uns im sportlichen Paradies und unsere Augen konnten sich wieder einmal nicht satt genug sehen an der sprießenden Blütenpracht. Das Personal und alle Bediensteten überzeugten durch Aufmerksamkeit und höflichen Umgang.  Wir waren und sind es so gewohnt in dieser Hotelanlage. Mehr davon. Und wenn sich bei dem einen oder anderen Sportsfreund hier und da ein Wehwehchen einstellte, dann konnte er sich unserer sorgenvollen Aufmerksamkeit gewiss sein. Schmerzen sind das beste Signal des menschlichen Körpers, um auf etwas aufmerksam zu machen. Sei es der geschwollene Backenzahn, die schmerzende Hüfte, die leichte Schramme, der gebeulte Hinterkopf, der lädierte Zeh oder das schwächelnde Knie, wir sorgten uns und lachten gern gemeinsam. Das zeichnete unsere Gruppe aus.

Diese Herzlichkeit und das Verständnis untereinander machen einen Tennisurlaub mit dem TC Kölln-Reisiek zu einem unvergesslichen Erlebnis. Nach 10 Tagen mussten wir uns ver-abschieden. Unser Urlaub war zu Ende. Uns bleibt wieder einmal nur ein herzliches Danke schön an dich, liebe Rayna, ein Danke schön an den Tennisclub und ein besonderes Danke schön Euch allen, die ihr zu diesen schönen Stunden beigetragen habt.      Tesekkür ederim